Infos zu den kommenden Auswärtsspielen!

Mahlzeit Rot-Weisse,

kurz und knapp möchten wir mitteilen, dass wir bei Auswärtsspielen unserer Roten in die Normalität zurückkehren und somit auch die Stimmung wieder koordinieren!

Holt die Fahnen aus dem Keller, die Schals aus der Schublade und lasst uns die Gästeblöcke wieder in Rot und Weiss färben!

Wir sehen uns Freitag, Vollgas Essen!

Ultras Rot-Weiss Essen

Förderkreis Westtribüne Rot-Weiss Essen

In der vergangenen Saison war es nicht nur ruhig auf den Tribünen, sondern auch um das Bündnis Westtribüne herum ist nicht viel passiert. Gerade in der letzten Saison, bei den wichtigen Spielen, hätten wir diesen nur zu gerne einen ordentlichen Rahmen verpasst. Ungeschlagen an der Hafenstraße durch die Meisterschaft, dazu die wahnsinnigen Pokalspiele. An Ideen hätte es auf jeden Fall nicht gemangelt. Mehr als ärgerlich, das nicht im Stadion erlebt zu haben!

Auch wenn die neue Saison ebenfalls nicht unter gewohnten Bedingungen über die Bühne gehen wird, wollen wir den Ofen dennoch wieder anheizen und dem Zusammenschluss wieder Leben einhauchen.

Sobald die Westtribüne wieder mit voller Kapazität den Verein unterstützen darf, sprich wir eine volle Auslastung an der Hafenstraße haben, wollen wir mit lebhaften Choreographien den letzten Tacken Motivation aus der Mannschaft herauskitzeln.

Des Weiteren werden finanzielle Mittel u.a. für Trommeln, Malaktionen ( http://westtribuene-essen.de/2019/09/18/eine-stadt-zwei-farben-ii/ ) oder für die Erstellung neuer Fanklamotten benötigt, die ihr dann vergünstigt erwerben könnt. Auch die „Für immer Georg-Melches-Stadion“-Bande an der Zugbrücke konnte letztendlich nur durch die Mitglieder und Förderer der Westtribüne finanziert werden. Wer sich angesprochen fühlt und auch weiterhin gerne eine lebendige Fankultur an der Hafenstraße unterstützen möchte, kann bei jedem Heimspiel am Westtribünen-Stand neben dem Fancontainer gerne den passenden Mitgliedsbogen ausfüllen und so im internen E-Mail-Verteiler landen.

Da aktuell noch bei Weitem keine Normalität herrscht und einige Leute durch die Coronakrise arg getroffen wurden, haben wir uns entschieden, dass zu dieser Saison nicht der normale Spendenbeitrag von symbolischen 19,07 € fällig wird, sondern jeder frei entscheiden kann, wieviel er geben kann. Wir freuen uns auf viele alte und neue Gesichter am Stand vor dem Stadion!

Zu jeder Anmeldung wird es außerdem noch etwas vom Standrepertoire für euch geben, damit ihr nach der langen Pause direkt gut eingedeckt seid.

Infos zu den Auswärtsspielen!

Mahlzeit RWE-Fans,

aufgrund der aktuell noch geltenden Corona-Beschränkungen im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Gästekarten und überzogenen Personalisierungsanforderungen durch die Heimvereine, werden wir unsere Mannschaft leider nicht bei jedem Spiel im Stadion unterstützen können.

In enger Zusammenarbeit mit unserem Verein, werden wir die für uns essentiellen Kriterien mit den Vorgaben für jedes Auswärtsspiel neu betrachten und so hoffentlich einen Großteil der Spiele besuchen können. Bei eventuellen Rückfragen oder für einen offenen Austausch stehen die bekannten Gesichter bei den Heimspielen gerne zur Verfügung.

Bis zum ersten Heimspiel!

Infos zur neuen Saison!

Hallo RWE Fans,

sehr positiv haben wir das Gesprächsangebot des Vereins entgegengenommen, der uns mit dem ausgearbeiteten Hygienekonzept überzeugen konnte, zur neuen Saison auf die Westtribüne zurückzukehren. Wir wissen alle, dass uns der jetzige Ist-Zustand mit seinen zahlreichen Beschränkungen einen Stadionbesuch – wie wir ihn kennen und vermissen – unmöglich macht. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um Schikanen seitens des unbeliebten Verbands, sondern um Regeln und Vorgaben in einer „Ausnahmesituation“, die wir leider vorerst hinnehmen müssen.

Dennoch werden wir nicht alles hinnehmen und die Entwicklung der Situation genau beobachten. Sollten weitere Einschränkungen folgen oder sogar beibehalten werden, obwohl die Politik und das Infektionsgeschehen mehr Freiheiten zulassen würde, werden wir die Tribüne wieder verlassen.

Aus Respekt gegenüber den Leuten, die in dieser schwierigen Zeit keinen Stadionbesuch erleben können oder im Hinblick auf die aktuellen Regelungen erleben wollen, werden wir bis auf weiteres auf optische Unterstützung verzichten. Des Weiteren fordern wir auch alle RWE Fanclubs auf, aus Solidarität auf ihre Zaunbeflaggung zu verzichten, bis der Normalzustand wieder erreicht ist und wir unsere Mannschaft mit einer vollen Westtribüne in Empfang nehmen können.

Auch in der aktiven Fanszene gehen die Meinungen und Ansichten zu diesem Thema weit auseinander, weswegen sich die Freaks Ultras und Junge Essener dazu entschlossen haben dem Stadion weiterhin fern zu bleiben, bis ein Besuch für ALLE RWE Fans wieder möglich ist, der Abbau der Beschränkungen transparent geregelt ist und eine volle Stadionauslastung wieder möglich ist. Beide Gruppen werden an den jeweiligen Spieltagen ein Alternativprogramm für alle Betroffenen, Interessierten und Sympathisanten, in Absprache mit dem Fanprojekt und anderen RWE Fans, organisieren. Informationen dazu werden zu gegebener Zeit kommuniziert.

Nichtsdestotrotz werden wir auch diese schwierige Situation gemeinsam überstehen und noch stärker in den W2 zurückkehren, als wir ihn vor dem ganzen Scheiß verlassen mussten.

ULTRAS ROT-WEISS ESSEN im August 2021

TV-Gelder fair verteilen!

Im Frühling sahen sich die Fußballvereine der ersten beiden Ligen ob wirtschaftlicher Zwänge in der Not, den Spielbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Die zügige Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den TV-Sendern wurde als einzige Möglichkeit ins Feld geführt, um einen wirtschaftlichen Kollaps des Systems Profifußball in Deutschland zu verhindern.

Um hierfür während noch unklarer Pandemielage für Verständnis zu werben, zeigten sich Vereine und Verbände selbstkritisch. Es gebe Fehlentwicklungen, man könne nicht so weitermachen, es brauche neue Rahmenbedingungen für den Fußball.

Dann rollte der Ball wieder, die Saison ging zu Ende, die nächste Spielzeit begann. Reformen? Fehlanzeige! Wenigstens ein Grundsatzbeschluss, der den Willen zur Veränderung bekundet? Fehlanzeige!

Stattdessen Schweigen im Walde bei den großen Protagonisten des „Re-Start“.

Nun steht die Entscheidung über die künftige Verteilung der Einnahmen aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung bevor. Hier hören wir nun endlich einige reformwillige Stimmen aus dem Ligaestablishment. Diese Stimmen sind auch verdammt wichtig. Doch noch bleiben die Forderungen hinter den bekannten Erwartungen vieler Fans, wie dem detaillierten Konzept von „Zukunft Profifußball“, zurück. Die Neuverteilung der TV-Gelder ist gleichzeitig ein Test, ob die Worte im Frühjahr die erwartete Nebelkerze oder doch ehrlich gemeint waren. Eine deutlich gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder kann nicht alle Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre rückgängig machen, aber sie ist ein erster Schritt in Richtung substanzieller Veränderungen. Weitere Reformen zur Förderung eines ausgeglicheneren Wettbewerbs, aber auch eines nachhaltigen Wirtschaftens müssen folgen.

Der Ball befindet sich nach wie vor bei den Funktionären der Vereine und Verbände. Wenn der Fußball als gesamtgesellschaftliches Ereignis eine Perspektive haben soll, tun diese gut daran, die Vorschläge aus den Kurven endlich ernst zu nehmen und als Auftrag zu begreifen.

Fanszenen Deutschlands

Mahlzeit Rot-Weisse,

obwohl der Verein derzeit daran arbeitet, dass ab dem Beginn der neuen Saison wieder Zuschauer den Heimspielen unseres Clubs beiwohnen können, wird der Fußball ein komplettes anderes Gesicht als vor dem Beginn der Corona-Spielpause haben. Aus diesem Grund werden wir – unabhängig von der Entscheidung über das ausgearbeitete Hygienekonzept – als Szene den Spielen unseres Vereins fernbleiben. Dies wird solange andauern, bis im Stadion wieder ein Normalzustand behördlich erlaubt sein wird. Auf einen konkreten Zeitpunkt können wir uns dementsprechend derzeit nicht festlegen.

Für uns als Ultraszene war es immer elementar verschiedene Dinge zu hinterfragen, Missstände offen zu bemängeln und uns für Fanrechte einzusetzen. So sprechen wir uns bereits seit etlichen Jahren gegen personalisierte Tickets aus. Ab dem Saisonstart wird allerdings für unbestimmte Zeit der Stadionbesuch nur mit eben jenen personalisierten Tickets möglich sein. Auch wenn die Personalisierung von Tickets aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens und den aktuell geltenden Verordnungen wahrscheinlich unumgänglich ist, lehnen wir diese Art von Stadionbesuchen ab. Wir fordern deshalb auch an dieser Stelle bereits ausdrücklich, dass diese Auflage umgehend wieder aufgehoben wird, sobald es nicht mehr aufgrund von Verordnungen und der Infektionslage als notwendig zu betrachten ist Fans namentlich zu registrieren. Der nächste wichtige Grund, der uns in nächster Zeit vom Besuch der Spiele abhält, ist das pauschale Stehplatzverbot. Hierdurch wird uns das genommen, was den Fußball für uns ausmacht: Die Emotionen und die Leidenschaft, welche eben üblicherweise von der Westtribüne ausgehen.

Ein weiterer Punkt, den wir bemängeln ist, dass pauschal keine Gästefans zugelassen werden. Dies hindert uns daran alle zwei Wochen unser Team auch auswärts zu unterstützen. Außerdem fehlt auch bei den Heimspielen gegen die wenigen interessanten Gegner in unserer Liga die Atmosphäre, welche sonst an der Hafenstraße aufkommen würde. Auch der Sinn dieser Regelung ist zu hinterfragen, schließlich herrscht ansonsten ja mittlerweile schon wieder in der ganzen EU-Reisefreiheit. Fans, die ihre Mannschaft auch in fremden Städten unterstützen wollen, dürften da doch eigentlich kein Problem darstellen. Auch hier sehen wir eine bedrohliche Entwicklung, da bereits in den vergangenen Jahren (vorzugsweise bei Risikospielen) die Kontingente für Gästetickets gerne mal gekürzt wurden, wenn dies laut Behörden oder Polizei der Sicherheit dienlich sein sollte.

Nachdem wir nun dargelegt haben, weshalb wir die Begegnungen unseres Clubs in nächster Zeit nicht besuchen werden, ist es nun an der Zeit noch ein paar deutlichere Worte zum Zwecke der Klarstellung zu verlieren. Unsere Kritik richtet sich, wie schon angedeutet, keineswegs gegen die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung im Allgemeinen, denn uns ist bewusst, dass einige unserer Forderungen de facto nur mit einem Ende der Kontaktbeschränkungen erfüllt werden können und somit wahrscheinlich erst wenn ein Impfstoff gefunden worden ist. Wann dies der Fall sein wird, vermögen wir nicht zu beurteilen. Für uns ist es somit auch eine Frage der Verantwortung, gerade deswegen die Spiele nicht als Szene zu besuchen. Schließlich wollen wir keine Sonderrolle für uns beanspruchen, während wir kritisieren, dass geldgierige Funktionäre genau dies tun und am Ende mitverantwortlich für eine verstärkte  Ausbreitung des Virus sein werden. Unser Fernbleiben richtet sich außerdem nicht im Geringsten gegen unseren Herzensverein Rot-Weiss Essen oder die Mannschaft auf dem Platz. Wir erhoffen uns genauso wie die Menschen, welche trotz der Einschränkungen ins Stadion gehen werden, eine sportlich erfolgreiche Saison, welche idealerweise im Frühsommer 2021 unter Normalbedingungen mit dem langersehnten Drittligaaufstieg endet. Außerdem wollen wir an dieser Stelle auch klar sagen, dass wir volles Verständnis dafür haben, dass der Verein – alleine schon aus finanziellen Gesichtspunkten – alles dafür tut, auch während der noch geltenden Einschränkungen wieder 

Zuschauer begrüßen zu dürfen. Uns ist vollkommen bewusst, dass in unserer Spielklasse die Zuschauereinnahmen einen signifikanten Teil des Etats ausmachen, weil eben nicht wie im Profifußball TV-Gelder in Millionenhöhe fließen. Wir können es deshalb auch niemandem verübeln, wenn er trotz der Maßnahmen wieder ins Stadion geht. Es bleibt dabei:

ALLE ODER KEINER!

In der Krise beweist sich der Charakter

Nein, der Fußball befindet sich in keiner Krise – lediglich das Geschäftsmodell derjenigen kommt ins Wanken, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Und nicht erst jetzt, aber aktuell mit voller Wucht, bekommt der Profifußball den Spiegel vor die Nase gesetzt, mit welcher Missgunst ein großer Teil der Bevölkerung auf den Profifußball blickt. Wir nehmen wahr, dass sich das Produkt Fußball eine Parallelwelt erschaffen hat, welche viele Fußballfans mit ausufernden Transfer- und Gehaltssummen, einer unersättlich wirkenden Gier nach Profit, Korruption bei Verbänden sowie dubiosen und intransparenten Beraterstrukturen (2017/18 ca. 200 Mio. €) in Verbindung setzen.


Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Wir mögen aktuell nicht beurteilen und abschätzen können, wann ein vertretbarer Zeitpunkt gewesen wäre, den Ball wieder rollen zu lassen. Wir bewerten jedoch das Verhalten der Vertreter des Profifußballs als anstands- und respektlos, sich in der aktuellen Krisensituation derart aggressiv in den Vordergrund zu drängen. Der Gedanke, dass sich mit genügend Geld und ausreichender Lobbyarbeit Sonderwege bestreiten lassen, lässt sich leider nicht von der Hand weisen. Ein Vorpreschen bei der Inanspruchnahme routinemäßiger Screenings erachten wir als anmaßend, würden uns doch dutzende andere Institutionen einfallen, bei denen verdachtsunabhängige Testungen mehr Sinn ergeben würden. Übel stößt hierbei nicht die generelle Inanspruchnahme von Testkapazitäten auf, sondern weil sich der Profifußball eine soziale Relevanz anmaßt und eine Sonderbehandlung bewirkt, die in keinem Verhältnis zur aktuellen gesellschaftlichen Rangordnung steht. 

Wir hätten vielmehr eine Vorgehensweise erwartet, welche der sozialen Verantwortung und der Vorbildfunktion des Fußballs gerecht wird. 

Veränderungen

„Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen“. Zwar zeugt die von der DFL getätigte Aussage durchaus von Selbstkritik, zeigt jedoch gleichzeitig auch, nach welchem Maßstab bisher Entscheidungen getroffen wurden und in welchem Ausmaß man von wirtschaftlichen Interessen getrieben wurde. 

Es ist jetzt, und nicht erst nach überstandener Krise, an der Zeit, über konkrete Veränderungen im Profifußball zu debattieren und Entscheidungen zu treffen:

1.       Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende Verteilung der Fernsehgelder

Der aktuelle Verteilungsschlüssel sorgt dafür, dass die Schere zwischen finanziell starken und schwachen Vereinen immer weiter auseinandergeht. Eine gerechtere Verteilung fördert den sportlichen Wettbewerb und steigert die Attraktivität der Ligen.

2.       Rücklagen

Es muss festgelegt werden, dass die Clubs Rücklagen bilden, um zumindest kurzfristige Krisen jeder Art überstehen zu können, ohne direkt vor der Insolvenz zu stehen. Hierbei muss vor allem Rücksicht auf die e.V.-Strukturen genommen und dafür adäquate Lösungen gefunden werden, ohne diese – ebenso wie 50+1, in Frage zu stellen. Schließlich ist der Verkauf von Substanz zur Rettung der Liquidität genau die Denkweise, die zur jetzigen Krise geführt hat. Daher ist der Umstand, dass die 50+1 Regel zum Teil in Frage gestellt wird, aus unserer Sicht vollkommen unverständlich.

3.       Gehalts- und Transferobergrenzen 

Spielern und Funktionären seien weiterhin wirtschaftliche Privilegien vergönnt. Analog zu Transfersummen sollten jedoch auch diese gedeckelt werden, um aktuelle Auswüchse zu stoppen und dem irrationalen und unverhältnismäßigen Wettbieten entgegenzuwirken.

4.       Einfluss durch Berater beschränken

Rund um die Spieler hat sich ein Netzwerk an Profiteuren gebildet, welches für den Sport in keiner Weise produktiv ist. Dieses muss aufgedeckt, reglementiert und eingeschränkt werden.

Wenn man sich auf der Mitgliederversammlung des eigenen Vereins erklären lässt, wie gering der Bruchteil der teils horrenden Ablösesummen ist, der dem eigenen Verein tatsächlich zu Gute kommt, wird schnell sichtbar, dass an diesem System des modernen Menschenhandels einiges nicht stimmen kann.

Zu hoch sind die Beträge, die bei den Transfererlösen bei den Spielerberatern hängen bleiben, deren Handeln im Interesse ihrer Schützlinge oft durchaus angezweifelt werden darf. Hier ist leider zu vermuten, dass oft der Blick auf den eigenen Gewinn, das „Kasse machen“, im Vordergrund steht und Spieler die Clubs öfter wechseln, als das ihrer eigenen sportlichen Entwicklung zuträglich wäre.

Richtig problematisch wird es dann, wenn sich unter den großen Beratungsbüros kartellartige Strukturen bilden, die mit Absprachen unter der Hand die Transferzahlungen in die Höhe treiben. Der freie Markt aus Angebot und Nachfrage ist dann nachhaltig gestört und es entsteht eine Preisspirale, an der der Profifußball kein Interesse haben kann.

Ebenso muss den verschiedenen Investmentfirmen, welche sich an den Rechten der Spielertransfers beteiligen, ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass sich Privatpersonen unter dem Deckmantel dieser Firmen die eigenen Taschen füllen und die Verbände die Augen verschließen!

Natürlich ist es in Ordnung und Teil des Wettbewerbes Fußball, wenn gute Spieler gute Gehälter erzielen und entsprechende Transfersummen kosten. Spieler sind (leider) auch eine Handelsware. Die Abartigkeiten, die hier aber in den letzten Jahren gewachsen sind, sind nicht Ausdruck eines gesunden Wettbewerbs.

5.       Kader begrenzen

Durch aufgeblähte Spielerkader lagern die Vereine „Kapital“ auf Ihren Auswechselbänken. Manch ein Verein verpflichtet Spieler nur, damit diese nicht für die Konkurrenz auflaufen können und lässt sie dann auf der Bank oder Tribüne versauen. Vereine, die es sich leisten können, blähen ihre Kader künstlich auf. Dem Motto folgend „was ich habe hat schon mal kein anderer“. Das ist natürlich eine Strategie, gegen die Konkurrenten zu arbeiten. Ob sie sportlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eine Begrenzung der Anzahl an Spielerleihen ist bereits geplant. Dies gilt es, auf die Reduzierung der Profikader auszuweiten Ein beliebiges Aufstocken mit Nachwuchskräften sollte dennoch jederzeit möglich sein, denn würde es rein um die Absicherung gegen Ausfälle gehen, spricht absolut nichts dagegen, Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen hochzuziehen. In diesem Fall zeugt ein großer Kader mit eigenen jungen Spielern von einer nachhaltigen und guten Nachwuchsarbeit. Dies gilt es in Zukunft vermehrt zu fördern.

Ein „Zusammenkauf“ von Profispielern „auf Halde“ ist grundsätzlich abzulehnen. Das wird nicht zuletzt den Spielern nicht gerecht, deren Entwicklung dadurch nachhaltig gestört wird.

Wir werden genauestens verfolgen, ob auf die eigenen Worten der Verbandsvertreter und von Funktionären, den Fußball ändern zu wollen, auch Taten folgen. Schluss mit Ausreden und Heraufbeschwören von Unmachbarkeitsszenarien. Wir erwarten eine lösungs- und keine problemorientierte Herangehensweise mit transparenten Arbeitsschritten.

Fanszenen Deutschlands im Mai 2020